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Nacht unter TagQuelle: AmazonISBN: 3426198444 14,00 EUR
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Beschreibung
Kunden Meinungen
Ein richtig guter Krimi
Datum:05.08.2010 - Rating: 4/5Ich habe dieses Buch bereits vor einiger Zeit im englischen Original gelesen, und kann wie immer jeden der Sprache mächtigen nur ermutigen, das auch zu tun. Gerade Krimis sind ja literarisch nicht das Höchste der Gefühle und lassen sich auch für nicht ganz perfekt "native speaker" gut lesen.
Nun habe ich allerdings familiäre Bindungen nach England, und vor allem nach Nord-England, und daher habe ich diesen Krimit mit einer besonderen Erwartung gelesen. M.E. handelt sich um einen atmosphärisch sehr dichten Krimi, wobei Thriller wohl das falsche Wort ist. Die Rückblenden machen den besonderen Reiz des Buches auch, und für mich persönlich sind das auch die stärksten Phasen des Buches.
Auch wenn die "gegenwärtige" Lösung ein wenig an den Haaren herbei gezogen ist, so hat McDermid hier erneut einen alleinstehenden Krimi geschrieben, den man in einem Rutsch durchliest, und von ihren Büchern, die nicht irgendeiner Serie angehören, einer der Besten. Routiniert baut sie die Spannung auf, die sie gekonnt über weite Strecken des Buches hält.
Allerdings habe ich doch langsam ein ganz kleinen wenig das Gefühl, dass sich McDermid mit ihrer eignen Produktivität beginnt im Wege zu stehen. Es wäre natürlich übertrieben zu behaupten, dass sie einen einzigartigen Stil hat, aber ob der Anzahl ihrer Bücher beginnt sie sich selber zu überleben.
Nichtsdestotrotz ist dies ein wirklich solider, kurzweiliger und -wie gesagt- atmosphärischer, echt englischer, Krimi. Zum lesen am Strand und anderswo.
Spannend wie Immer!
Datum:02.06.2010 - Rating: 5/5Wie immer ein spannendes Buch von Val McDermid, welches man kaum weglegen kann. Manche Dinge sind vorhersehbar, aber es gibt auch überraschende Aspekte. Sehr empfehlenswert für alle Krimifans.
Echtes Ärgernis
Datum:16.03.2010 - Rating: 2/5Die zweite Chance, die ich persönlich einem McDermid-Roman (nach Tödliche Worte") gegeben habe, nachdem ich durch eine WDR5-Rezension darauf aufmerksam gemacht worden war.
Das Buch zeigt auch einen vielversprechenden Plot, anfangs spannende Verschachtelungen von Zeit- und Ortsebenen mit der Möglichkeit interessanter Einsichten in die Vorgänge um die Bergarbeiter-Streiks in Nordengland Anfang der 1980er Jahre. All die guten Möglichkeiten verschenkt McDermid, indem sie ihre Protagonisten seltsam farblos und stereotyp darstellt und agieren lässt. Sie verleiht ihnen kaum Entwicklung. Dick aufgetragene Indizien, eigentlich ein Zeichen für falsche Spuren, entpuppen sich als echt (mit dem entsprechenden Gähn-Effekt). Ein einziger Protagonist, der erwartungsgemäß "überraschend" auftaucht, agiert unvorhergesehen, aber absolut nicht nachvollziehbar, psychologisch völlig stümperhaft beschrieben. Die Schilderung der Vorgänge um den Arbeitskampf bleiben in Klischees stecken (besonders schade, denn die müsste McDermid doch unmittelbar miterlebt haben).
Der Gipfel der niveaulosen Zumutung: die zum Teil chaotisch auseinander driftenden Erzählstränge werden nicht meisterlich zusammengeführt, sondern ihre Zusammenhänge vor dem letzten Fünftel des Romans in einem Abschiedsbrief eines Protagonisten erklärt. Da hat die Autorin wohl selbst keine Lust mehr gehabt, die Teile elegant und spannend zu verbinden. Für mich als Fan guter Krimis, der ich für dieses Buch knapp 20 Euro gezahlt habe (aber auch die Hälfte wäre zu viel für eine Story, die bestenfalls vom ersten Drittel lebt), äußerst ärgerlich.
Ich werde zukünftig einen Bogen um Bücher dieser Autorin machen.
Und ich frage mich, ob die WDR5-Rezensentin den Roman bis zum Schluss gelesen hat.
Bergleute, Hippies, die Toskana und eine Entführung
Datum:22.02.2010 - Rating: 4/5Val McDermid ist mit diesem Titel wieder zu ihren alten Tugenden zurückgekehrt, dies ist ein Roman, mit dem sie ihre Leserschaft wieder überzeugt! Einige Personen kennt man aus früheren Romanen (Detective Karen Pirie von der Polizei, auch Ex-Inspektor Lawson - jetzt im Knast), und natürlich sind wir auch diesmal wieder in Schottland unterwegs. McDermid führt uns in die frühen 80er Jahre zurück, die Thatcher-Zeit, in der England von wilden Bergarbeiterstreiks erschüttert wurde und der Kampf zwischen Thatcher (Downing Street) und Arthur Scargill (Gewerkschaft) bis aufs BLut geführt wurde. Auf dem Rücken der Bergleute, versteht sich.
Wer jetzt fürchtet, daß es sich hier um ein langweiliges, mit Politik verseuchtes Buch handelt, sei beruhigt - der Streik der Bergleute bildet den faszinierenden Hintergrund für die Geschichte. Besser, für die zwei Geschichten, um die es in diesem Roman geht: Der vor 20 Jahren verschwundener Bergmann Mick Prentice, von dem seine Frau und seine Kumpels annehmen, er habe sich den Streikbrechern angeschlossen. Und die vor 20 Jahren entführte Baulöwentochter Catriona samt Baby. Beide Fälle wurden nie gelöst. Karen Pirie soll v. a. Brodie Grant unterstützen, der sich in den Kopf gesetzt hat, jetzt endlich herausfinden zu können, was damals wirklich passiert ist, denn eine sog. "investigative Journalistin" hat in Italien neue Beweise gefunden. Dabei spielen eine verfallene Villa, ein Plakat, eine Gruppe herumreisender Hippies und ein ziemlich talentierter Maler eine Rolle. Karens Herz aber hängt an dem Fall des verschwundenen Bergmanns Mick Prentice - sehr zum Mißfallen ihres Chefs...
Der Roman springt zwischen den Zeitebenen (80er Jahre und Jetztzeit), zwischen den Ländern (Schottland und Italien), zwischen den Klassen (einfache Bergleute und Baulöwe Brody Grant). Packend, fesselnd und kaum aus der Hand zu legen. Leider, leider ist der Schluß (mal wieder!) ziemlich öde, irgendwie kriegt McDermid da nur selten den rechten Dreh hin. Auch hier überzeugen die Auflösung und das etwas abrupte Ende überhaupt nicht. Bis dahin aber fühlt man sich blendend unterhalten.
Nicht so mein Fall, obwohl...
Datum:04.09.2009 - Rating: 3/5...sich der Klappentext vielversprechend anhörte.
Vorneweg: ich hab schon viele Thriller, auch Serien der Autorin gelesen. Mit am besten hat mir immer ein "Ort für die Ewigkeit" und die "Erfinder des Todes" gefallen. Auch der letzte "Moor des Vergessens" war mal was wohltuend anderes.
Leider hat mich diese Buch so gar nicht in seinen Bann gezogen und ich kann nicht mal geau sagen warum.
Die Hauptfiguer der DI K. Pirie ist sympathisch, das wars aber auch schon, die anderen Charaktere wie Bel oder Jen waren so gar nicht mein Fall. Die Liebensgeschichte zw. den beiden Cops war mir etwas zu klischeehaft.
Auch der Fall an für sich klingt vielverprechend: verschieden Zeitebenen und Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben. Doch ich tat mir von Anfang an schwer mit dem Buch und obwohl ich tpfer durchgehalten habe, war es nicht unbedingt ein Leseabenteuer o. gar -vergnügen. Mir fehlte die Atmosphäre, die Spannnung und mit der Geschichte Micks und dem Thema Bergbau ... konnte ich leider so gar nichts anfangen.
Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, normalerweise kann ich gut begründen, warum mir etwas gefällt o. nicht gefällt. Wahrscheinlich ist es einfach kein Thema mit dem ich warm wurde. Ich war so gar nicht gespannt wie es weitergeht, was Bel herausfinder o. wie die beiden Geschichten zusammenlaufen. So habi ch est mal zu nem anderne Buch gegriffen.... Gegen Ende wurde es vorhersehbar und klischeehaft, da hab ich nur noch querlesen. Auch die Auflösung ist nicht optimal, sie lässt einen etwas unbefriedigt zurück.
Zugute halten muss man McDermid aber auch hier wieder, das sie es wie wenig andere beherrscht, einen anspruchsvollen Krimi zu kreieren, der ohne große Effekthascherei und abgedrehte Massenmörder auskommt, sondern mit einfachen sowie gelungenen Mitteln eine spannende Geschichte mit psycholgischer Raffinesse erschafft. Auch wenn sie diesem Fall an mich als Leser leider verschwendet war. ;)
Sicherlich kein schlechter Thriller, leider aber nicht so "mein Ding" deswegen 3 Sterne, mit der Tendenz zu 2,5.
Bestimmt werde ich auch den nächsten lesen und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt.
